Doris Müllner 

Die Kraft in
deinem Schoß!

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„Der Schoßraum der Frau ist der Ort, wo alles Leben beginnt. Ein innerer Raum von unglaublicher Kraft, aber auch sexueller Ekstase und Rückzug“

The sacred feminine place

Willst du dich auch mehr mit deinem inneren Tempel, deiner Yoni, verbinden? Hier, Yoni – Wortfindung haben wir dir schon erklärt, woher der Begriff der Yoni stammt und welche Bedeutung er trägt. Nun wollen wir den Blick, wortwörtlich, in den Schoß legen, um uns mit unserer göttlichen Energie zu verbinden. Und wir zeigen dir auch, wie das geht.

Wo alles beginnt…

Der Schoßraum der Frau ist der Ort, wo alles Leben beginnt. Es ist also gleichzeitig ein Ort von unglaublicher Kraft, aber auch sexueller Ekstase und Rückzug. Hier wird auch Kontakt und Bezug zu einer schöpferischen Kraft, der Mutter Erde und Schöpfungsenergie aufgenommen, wie es schon in der tantrischen Philosophie vor Jahrtausenden beschrieben wurde. In den westlichen Ländern wurde Frauen jedoch eingetrichtert, ihre Sexualität und Schöpfungskraft zu zügeln, weshalb es vielen von uns heute schwerfällt, sich davon zu befreien – denn solche Ängste können auch über Generationen weitergegebenen werden. 

Eine der viel verheerten Göttinnen - Lalita

Göttliche Weiblichkeit

Aufgrund von jahrelangen patriarchalen Strukturen ist Weiblichkeit fast zu einer Sünde geworden. Doch immer mehr Frauen* befreien sich davon und leben ihre Weiblichkeit, Sexualität und Kreativität frei aus. Menschen brechen aus Geschlechterrollen aus und leben und tun das, was sie für richtig halten. Manchmal geriet dann aber gelebte Weiblichkeit mit einem tiefen Kontakt zur Yoni fast wieder in Verruf, da das Gedankengut immer noch patriarchal verhaftet war. Dabei ist das Teil des Feminismus‘!

Göttliche Weiblichkeit ist nicht nur was für spirituelle Yoginis, sondern für alle. Sei es, wenn du dich im Garten betätigst und dich so mit der Schöpfungskraft der Natur verbindest. Oder achtsam spazieren gehst. Oder masturbierst. Wenn du dich besonders schick machst oder, genau umgekehrt, dir gar keine Gedanken über dein Aussehen machst. Der Schlüssel daran ist, auf deine Bedürfnisse zu achten, sie zu ehren und nichts tun, was sich nicht richtig anfühlst. Denn nur du kannst wirklich wissen, wie Dinge auf dich wirken. 

Darstellungsform – ganz anders

Während sich moderne Abbildungen der Yoni primär auf die Vulva konzentrieren, so beinhaltet der Begriff traditionell auch Vagina und Gebärmutter. Symbolisch dargestellt wird die Yoni als runde oder viereckige Platte. Eine Einkerbung in der Mitte und eine Rinne als Rahmen bilden zusammen das Sammelbecken für Opfergaben zu Ehren der Götter. Lingam, der männliche Gegenpart wird als runder zylinderartiger Stein in die Mitte gesetzt.

Yoni und Lingam vereint in einem vietnamesischen Tempel

Das Energiezentrum im Schoß 

Im Schoßraum sind in der yogischen Philosophie auch die ersten beiden Chakren, eine Form von Energiezentrum, lokalisiert. Das Muladhara Chakra, auch Wurzelchakra genannt, steht für unsere Grundbedürfnisse und Erdung, was für alle Menschen eine sehr wichtige Eigenschaft ist. Sind wir nicht geerdet, wird es auch schwer, andere Eigenschaften der Chakren, wie die des Sakralchakras, zu decken. 

Das Sakralchakra, Svadhisthana, ist zuständig für Kreativität und Sexualität und für die Energie der Yoni besonders interessant. Es verbindet dich mit deiner Intuition, Freiheit und Emotionen. Der Name bedeutet übersetzt eigene Wohnstätte, wo wir wieder bei deinem inneren Tempel wären. Ist dein Sakralchakra blockiert, zum Beispiel durch gesellschaftliche Unterdrückung deiner Sexualität oder der Auslebung dieser, kann es auch sein, dass deine Kreativität nicht mehr frei fließen kann. Öffne dein Svadisthana Chakra mit Yoni Yoga (LINK). Oder du lässt dich mal ganz fallen und tanzt eine Runde frei durch den Raum – gelöst von Hemmungen und ganz mit deiner Kreativität verbunden. 

Warum die Verbindung stärken?

Unsere Weiblichkeit wurde uns im wahrsten Sinne des Wortes in den Schoß gelegt. Doch oft verlieren wir die Verbindung zu ihr – oder sie kann vielleicht gar nicht entstehen. Das Gute ist, dass es nie zu spät ist! Wenn wir mit unserem Schoßraum im Einklang sind, verbinden wir uns automatisch wieder mit unserem natürlichen Rhythmus und lernen, besser auf unsere Bedürfnisse zu hören. Deine Sexualität wird es dir auch danken, denn so kannst du auch verstehen lernen, was du beim Sex willst und was nicht. 

Du lädst dich dabei nicht nur mit wohltuenden Eigenschaften auf, sondern lässt auch alles los, was dich hemmt. Das sind zum Beispiel Scham, Ängste oder Schmerz. Die Hüfte wird etwa als Menschlicher „Junk-Ordner“ im Körper bezeichnet, wo sich alte Emotionen und Ängste ansammeln können. Die kannst du wiederum mit Yoni Yoga (LINK) freisetzen.

Lerne, deine Yoni zu lieben!

Der erste Schritt zu einer liebevollen Beziehung zu deiner Yoni, ist sie so zu lieben, wie sie ist. Der Gedanke daran, seine Gebärmutter wertzuschätzen, ist vielleicht erstmal ungewöhnlich, aber auch das wird seine Wirkung zeigen. Oft haben Frauen keine gute Beziehung zu ihrer Yoni, weil ihre Vulva vielleicht nicht ihre optische Vorstellung entspricht, sei das aufgrund der Behaarung oder der Form der Schamlippen. Dabei ist sie genauso individuell wunderbar wie du selbst! Dasselbe gilt für deine Vagina. Erwartungen und Performance beim Sex können Gründe sein, warum die Verbindung zu deiner Yoni gerade etwas unterbrochen ist. 

Auch zu ihrer Gebärmutter haben Frauen manchmal eine zwiegespaltene Beziehung, sei es, dass sie nicht das tut, was du dir wünscht (zum Beispiel eine Samenzelle zu befruchten) oder dein Zyklus bereitet dir Probleme. Egal, wie dein Verhältnis zu deinem Uterus, deinem inneren Teil der Yoni ist, versuche ihm regelmäßig Dankbarkeit entgegen zu bringen. Denn deine Gebärmutter leistet so viel für dich und hält darüber hinaus viele lebensnotwendige Vorgänge im Körper aufrecht. 

Vertraue auf deine Yoni und lass dich von dir leiten. Sie kommuniziert mit dir, du musst nur genau hinhören!

Yoni Mudra

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